Über Sinn und Unsinn der Umweltzonen wird leidenschaftlich gestritten. Während sie von politischen Interessengruppen als einzige Möglichkeit für eine saubere Umwelt propagiert werden, sehen sich viele Bürger durch die Hintertür enteignet, weil für ihr Fahrzeug plötzlich ganze Städte gesperrt sind. Das sich viele Autofahrer keinen “umweltfreundlichen” Neuwagen leisten könnten, scheint bei den Verantwortlichen in der Politik niemand zu interessieren. Doch nun war es wieder soweit: Am 06.02.2012 hat das Umweltbundesamt die Messdatenauswertung für das Jahr 2011 veröffentlicht. Das Ergebnis ist Wasser auf die Mühlen der Umweltzonengegner.
Obwohl es inzwischen bundesweit 50 zum Teil sehr großflächige Umweltzonen gibt, musste der Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, einräumen, dass die Ergebnisse des Jahres 2011 sogar schlechter als die der Jahre 2007 bis 2010 waren. Flasbarth sieht die Schuld für die schlechten Werte allerdings nicht im Konzept der Umweltzonen, sondern beim Wetter. Bei Hochdruckwetterlagen könne die Luft selbst dann schlechter werden, wenn der Schadstoffausstoß gleich bleibe. Zudem müsse berücksichtigt werden, dass ein erheblicher Teil des Schadstoffausstoßes durch die Industrie verursacht werde.
Obwohl durch diese Worte des UBA-Präsidenten der volkswirtschaftliche Unsinn der Umweltzonen klar dokumentiert wird, sieht man die Sache beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) natürlich völlig anders. Deren Verkehrsexperte Jens Hilgenberg fordert vielmehr eine weitere Reduzierung des Autoverkehrs in den Städten sowie mehr Einsatz der Politik. Seine Ansicht: “Die schlechten Werte sind Resultat der Laissez-faire-Politik der Bundesregierung”. Die einzigen großen Organisationen, die bei diesem Thema auf Seiten der Autofahrer stehen, sind wohl zur Zeit nur der ADAC (“Die Umweltzonen sind wirkungslos”) sowie der AvD (“Die Umweltzonen müssen abgeschafft werden”).
Da mit einer vernünftigen Lösung seitens der Politik so schnell nicht zu rechnen ist, bleibt Bürgern und Unternehmen wohl nur die Selbsthilfe auf dem Weg zu einer saubereren Umwelt, zum Beispiel durch den Einbau von verbrauchsoptimierenden Systemen wie dem Energie-Einspar-System (EES) von Hydro-Hybrid.
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