Die Europäische Union (EU) hat mit Wirkung zum 01.07.2012 ein Ölembargo gegen den Iran verhängt. Das bedeutet, dass der Iran ab diesem Zeitpunkt kein Öl mehr in das Hoheitsgebiet der Union liefern darf. Allerdings hat die iranische Regierung bereits verkündet, dass sie aus Protest ihre Lieferungen schon vor diesem Termin einstellen will.
Neben dem politischen Aspekt hat diese Entscheidung aus Brüssel vor allem eine wirtschaftliche Komponente. Während der Iran bisher 18% seiner gesamten Exporte in die EU liefert, machen diese in Europa nur 5,8% des Gesamtverbrauchs aus. Diese Fehlmenge muss allerdings durch Zukäufe aus anderen arabischen Ländern ausgeglichen werden – mit entsprechenden Preiserhöhungen wegen gestiegener Nachfrage. Dazu kommt, dass Länder wie Griechenland zu mehr als 30% von iranischem Öl abhängig sind. Da solche kleinen Länder nicht in der Lage sind, selbständig auf diese Situation zu reagieren, wird es zu Unterstützungsmaßnahmen durch europäische Führungsstaaten wie Deutschland und Frankreich kommen.
Im Endergebnis wird das dazu führen, dass die durch das Embargo verursachten Kosten auf den (deutschen) Steuerzahler umgelegt werden. Eine weitere Steigerung der ohnehin schon sehr hohen Treibstoffpreise ist somit absehbar. Auch das spricht für den Einsatz unserer EES-Einheiten. Damit lässt sich der Druck der hohen Mineralölsteuer wenigstens teilweise abfedern.
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